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Umschrift des Originaltextes: <<79>> Ain dorten von epfflen Schelt die epffel saúber vnnd thiet die bútzen heraús, hackts klain vnd rests jm schmaltz, thiet weinberlach, zúcker vnnd rerlach daran vnnd lasts bachen. Schält die Äpfel sauber und zieht die Butzen heraus, hackt es klein und röst's im Schmaltz, tue Weinbeerlein, Zucker und Zimt daran und laßt's es backen. | |
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Der Teig: Ops, im Rezept ist keiner erwähnt! Aber das Rezept Nummer 70 bietet eine einigermaßen verwendbare Anleitung für einen reinen Eier-Mehl-Teig. In Nummer 71 und 72 wird jeweils auf diesen verwiesen. Für die folgenden Zubereitungen nehme ich deshalb denselben Teig. <<70>>Ain torten von pflamen, sý seýen dir oder gren Last sý vor sieden jn ainem wein vnd treibs dúrch vnnd nim air, zimerrerlach, zúcker, laß bachen den taig zu der torten, hept man also an, man nimpt 2 air vnnd erklopffts, darnach riert ain mel daran, bis es dich wirt, schit jn darnach aúff den disch vnnd arbait jn woll, bis er recht wirt, hernach nempt ain wenig mer dan den halbtail vom taig vnnd welglet ain blatz, so brait jr die torten haben welt, hernach schit die pflamen daraúff vnnd welglet hernach den andern blatz vnnd zerschneit jn, wie jr jn geren haben welt, vnnd thiets oben jber die torten vnnd zwicklens woll zúsamen vnnd lasts bachen, also macht man all tortentaig. 2 Eier,
Die Eier in einer Schüssel mithilfe einer Gabel gut verkleppern, dann das Mehl eßlöffelweise unterrühren. Das Ergebnis ist ein extrem klebriger Teig, der dennoch durchgeknetet werden muß. Wenn man die Reste von den Fingern gerebbelt hat, teilt man den Teig, legt etwas mehr als die Hälfte auf ein eingemehltes (!) Blatt Backpapier, und ein zweites Blatt darüber. Nun rollt man den Teig zwischen den Blättern aus. Mit der zweiten Hälfte verfährt man genauso. Das geht recht schwer, der Teig ist zäh und zieht sich, und falls er doch kleben bleibt, sogar er sogar auch das Papier zusammen. Aber nicht verzweifeln, sondern die Teigblätter ruhen lassen. Nachdem man die Äpfel verarbeitet hat, geht es um vieles besser, den Teig nochmals ein bisschen weiter auszurollen. Achtung: der rohe Teig wird recht leicht trocken, also bitte in Folie oder unter einem Teller aufheben (oder eben zwischen zwei Backpapierflächen). Der fertige Teig schmeckt ähnlich wie ein dünner Hefeteig. |
Die Füllung: 4 oder 5 mittelgroße Äpfel
Die Äpfel in Stücke schneiden und in dem Schmalz andünsten bis sie gar sind aber noch nicht zerfallen. Wann das ist, hängt von der verwendeten Apfelsorte ab, es ist gut, wenn die Apfelstücke glasig werden. Weintrauben und Gewürze zufügen. Das größere Teigblatt zusammen mit dem Backpapier auf ein Backblech legen. Die Apfelmasse daraufgeben und gleichmäßig verteilen. Nun die zweite Teigplatte darüberlegen. Jeweils ein Teigrandstück von unten nach oben überschlagen und festdrücken, dann das nächste Stück. Wenn man das kann, sieht es aus wie ein geflochtener Rand. Wenn man die kleine Teigplatte aber unten hat, sieht es so aus wie auf meinen Bildern. Im nicht vorgeheizten Ofen bei 180 °C cirka 20 - 25 min auf unterer Schiene backen. |