Reis in der Küche des MittelaltersEine kleine Kulturgeschichte und die ältesten Rezepte |
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www.DasMittelalterkochbuch.dewww.Geschichte-des-Kochens.deHistorische Küche im Internet |
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Im 3. Jh v. Chr. wusste man bereits um die Zubereitung von Reis an indischen Höfen, doch diente der Reis trotz Einfuhr im Mittelmeergebiet noch nicht als allgemeines Nahrungsmittel, da er zu teuer war und seine Kultur nicht bodenständig wurde. | |
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Den Griechen wurde der Reis durch den Indienzug Alexanders d.es Großen praktisch bekannt, sie wußten aber bereits vorher von seiner Existenz. | |
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In einem Lebensmittelladen vor dem Legionslager von Neuss wurde Reis aus römischer Zeit gefunden. Neben Neuss wurden auch in einem römischen Landgut der Schweiz verkohlte Reiskörner gefunden. Reis wurde aus Indien importiert, er soll aber auch im syrischen Raum und im Zweistromland angebaut worden sein und galt zur Zeitenwende als sehr teuer (Horaz). Die römische Kultur war schon während der Achämenidenzeit nach Iran und Mesopotamien gedrungen, Theophrast beschrieb den Reis und seinen Gebrauch genau. Verwendung fand er hauptsächlich im medizinischen Bereich als Absud oder als Brei. In der Küche wurde Reis von den Römern als "exquisites" Bindemittel für Saucen verwendet. | |
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Im Hochmittelalter war Reis vor allem in Italien bekannt, und wurde auch anscheinend dort angebaut. Auf jeden Fall war Reis nördlich der Alpen eine besondere Leckerei als Importware. Aus einem Bericht der Uni Bern:
Reis am Fusse der Alpen
Im ältesten Kochbuch deutscher Sprache (Daz buoch von guoter spise), dem sogenannten "Würzburger Kochbuch" (um 1350) findet sich folgendes Rezept: Der wölle machen ein gut gesoten ris. der erlese ez schoene. und wasche ez schoene. und legez in einen hafen. und saltz ez niht ze vil. und siedez biz ez trucken werde. und menge ez mit einer mandelmilich. und rüers ein wenic. biz daz ez aber siede. untz in sine dicke kumme. und gebz mit eime zucker dar. daz ist auch gut. Dabei fällt auf, daß die uns vertraute Tätigkeit des Reiskochens genau beschrieben wird.
Und das in einer Zeit in der Kochbücher für Spezialisten geschrieben waren und darum
gängige Verrichtungen nicht näher beleuchtet wurden. Reis kochen dürfte also nicht allzu
üblich gewesen sein. Der Reis von dem hier die Rede ist, ist der Rundkornreis, den man heute als Risotto- oder Milchreis kennt. Er ist klebriger und dadurch auch saftiger als Langkornreis, der klebt zwar auch wenn man ihn richtig kocht, ist aber trockener. | |
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Weitere Beispiele:
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Ein Tip für die Lagerküche: Reismehl gibt es sehr günstig im Asialaden. Das Zeug ist sehr praktisch, weil es fast nicht klumpt. In der Getreide- oder Kaffeemühle kann man natürlich aus selbst mahlen. Das hat den Vorteil den Speisen mehr Biss zu verschaffen und authetischer zu wirken. |
Zur Information über die verschiedenen Reissorten empfehle ich den
Englisch lesenden Lesern die Seite: |
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Die Reisrezepte in "Das Buch von guter Speise" - ein Auszug aus Thomas Glonings Digitalisierungsprojekt
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